Projekttage/ Projektwoche

Junge Oper

 

Pädagogisches Konzept – Lernziele und Methoden:

Kompetenzerweiterung: Immer weniger Kinder und Jugendliche kennen die Welt der klassischen Musik geschweige denn die Welt der Oper. Klassische Musik gilt als uncool und verstaubt aber nicht deshalb, weil Kinder und Jugendliche dieses aus eigener Erfahrung beurteilen können, sondern weil dieses allgemein von unserer Gesellschaft vermittelt wird. Wie sehr sich Kinder jedoch von Opernmusik bewegen lassen, wenn sie sie einmal kennen gelernt haben, zeigt der Telekom Werbespot mit Paul Potts. „Nessun Dorma“ aus Turandot war wochenlang in den Charts und für ein Autogramm von Paul Potts ließ man glatt einen Bushido stehen.

Kinder müssen zunächst überhaupt die Möglichkeit bekommen, Opern kennen zu lernen, deshalb sind die Teams der „Jungen Oper Detmold“ in der ganzen Bundesrepublik unterwegs, um Kindern die Welt der Oper näher zu bringen, oft Kindern aus sozialen Brennpunkten, die gar nicht wissen, dass Oper ein Theaterstück mit Musik ist, sondern das Wort phonologisch übersetzen und glauben Oper sei der Mann von Oma. Was Oper in Wirklichkeit bedeutet, wie eine Oper aufgebaut ist, was man dafür benötigt, z.B. eine Geschichte, Musik, ein Orchester, Sänger, Bühnenbilder, Kostüme und vieles mehr, erfahren die Kinder am Anfang einer jeden Vorstellung. Vielen Kindern öffnet sich hier eine völlig neue Welt, die sie sehr beeindruckt und berührt, was sich deutlich in den Reaktionen nach den Vorstellungen widerspiegelt.

Stärkung sozialer Kompetenzen:

Durch Projektion der eigenen Wünsche und Gefühle auf die dargestellten Rollen und durch Identifikation mit den einzelnen Charakteren bekommen die Kinder ein Bewusstsein für das eigene Rollenverständnis erfahren aber auch Empathie, indem sie sich in die Rolle des anderen hineinversetzen.

Opern sind, einfach ausgedrückt, Märchen mit Musik. Märchen zeichnen sich aus durch eindeutige Rollendefinition. Böse und Gut sind klar abgegrenzt. In unserer heutigen Gesellschaft sind diese Charaktereigenschaften so stark miteinander vernetzt, dass Kinder kaum noch Orientierungspunkte haben und Orientierungspunkte sind wichtig für eine klare Rollendefinition.
Kinder wollen lernen! Sie lernen an den Vorbildern, die wir Erwachsenen ihnen zur Verfügung stellen. Aber welche Vorbilder sind das zurzeit?
Durch die Medien wird häufig vermittelt, dass nur der erfolgreich ist, der sich durch Korruption, Verbrechen und Demütigung seines Gegenübers auszeichnet. Wundern uns da Vorfälle wie in Winnenden?
Kinder brauchen Nahrung für die Seele und Märchen liefern Seelennahrung. 
Die Kinder projizieren ihre eigenen Wünsche und Gefühle auf die entsprechenden Rollen und der Wunsch nach der Rolle oder auch dem Vorbild wird zum Leben erweckt und verfestigt sich bis ins Erwachsenenalter. In der Oper wird die Wirkung des Märchens durch die Musik um ein Vielfaches verstärkt und wird so zu einem für die Kinder unvergesslichen Erlebnis.


 

Förderung von Sprache und Kognition:

Bei der Gestaltung der Handlung werden dem jeweiligen Alter der Kinder gerechte Formen hinsichtlich Sprache und Ausdruck berücksichtigt. Eine deutliche Artikulation und eine vorbildhafte Verwendung von Sprache, sowohl während des Gesanges, als auch innerhalb der Dialoge sind für die „Junge Oper“ nicht nur in Gebieten mit einem hohen Migrationsanteil von großer Bedeutung, sondern generell eine Selbstverständlichkeit, um Kindern auch hier Vorbilder für die Verwendung von Sprache zu liefern. 

 

Schulung der auditiven Wahrnehmungsfähigkeiten:

Für fast alle Kinder ist der Gesang einer Opernarie ein völlig neues Erlebnis. Bisher kennen viele nur Musik aus dem CD- oder MP3 Player oder dem Fernseher. Selbstverständlich wird auch in Kindergärten und Schulen häufig gesungen aber das Erlebnis einer ausgebildeten Opernstimme ist etwas völlig anderes. Für viele Kinder ist dieses Hörerlebnis etwas völlig Unfassbares und sie können sich kaum vorstellen, dass dieses live, ohne Mikrophon und zusätzliche Verstärker, gesungen ist. Kinder sind tief beeindruckt von dieser ganz neuen Hörerfahrung und schulen so ihr musikalisches Gehör für die Zukunft.

Erschließung neuer Lebenswelten:

Kinder die mit diesen neuen Erfahrungen nach Hause gehen, werden später auch als Erwachsene aufgeschlossen sein für die großen Opernvorstellungen an unseren Theatern und Opernhäusern, die sich dann auch für ein neues junges Publikum öffnen können. Sicherlich wird der eine oder andere auch den Wunsch verspüren, selbst im musikalischen Bereich tätig zu werden.

 

 

 

 

 

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